Die erste Pressekonferenz
(2) zu “Nachwuchs kommt in Scharen”
Die ersten Auswirkungen der gGmbH-Struktur machten sich bemerkbar, als es darum ging das erarbeitete Konzept mit dem dazugehörigen Leitbild einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Chor singt eine freie Journalistin, die durch die Geschäftsführerin berufen wurde, künftig die Pressearbeit zu erledigen. Es waren keine Vorstandssitzungen und Wahlen mehr erforderlich, was eine deutliche Zeitersparnis zu diesem Procedere bedeutete.
So wurde durch unsere neue Pressereferentin die Pressekonferenz mit den örtlichen Medien vorbereitet. In unserer Region sind die Medien, was Chorarbeit angeht, sehr träge und desinteressiert, weil eigentlich nichts spektakuläres passiert. Um so mehr waren wir erstaunt, dass alle Vertreter der Medien anwesend waren und sich sehr interessiert zeigten.
Viele Fragen ergaben sich, Pressetermine zur weiteren individuellen Berichterstattung wurden geplant. Man hatte das Gefühl, jeder wollte der ERSTE sein. Mehrspaltige, ja sich über halbe Seiten erstreckende Artikel erschienen und berichten über dieses Konzept. Lokale Radiosender besuchten unsere Liedergärten und interviewten die Mütter und beteiligten sich teilweise aktiv in den Gruppen. Eine solche Resonanz hatten wir bisher bezogen auf unsere Chorarbeit noch nicht erfahren.
Die Außenwirkung war überwältigend! Plötzlich meldeten sich interessierte Bürger aller Altersklassen und kündigten ihren “Schnupperbesuch” zu den unterschiedlichen Gruppen an. Auch die örtliche und jetzt auch die überregionale Presse begleitet in losen Zeitabständen das neue Konzept durch weitere Berichterstattungen. Bis heute hält das durch die Medien gezeigte “engagierte Öffentlichkeitsinteresse” unvermindert an und Cantare wächst und wächst.
Auch ein “pubertierendes Kampfgeschwader” in Form der Formation “Young Voices” hat sich gebildet. Eine wirklich “KLASSE-TRUPPE”. Man sage nichts gegen Jugendliche! Wir machen da andere, wirklich positive Erfahrungen.
Aber davon demnächst mehr.
Mit Interesse verfolge ich nun schon seit geraumer Zeit diese Beiträge. Die Pressearbeit in unseren Bereichen gestaltet sich auch sehr schwerfällig. Konzertankündigungen werden gekürzt, Konzerte werden nicht wahrgenommen und redaktionell begleitet, Beiträge die wir einsenden werden nicht übernommen usw. usw.. Die Pressearbeit in unserem Bereich ist schon ein Kreuz.
Um so mehr wundere ich mich, dass in Moers sich das wohl offensichtlich anders gestaltet. Hängt das mit dem neuen Konzept zusammen oder woran liegt es? Wie sind denn die Erfahrungen anderer Chöre? Würde mich sehr interessieren!
Jedenfalls das vorgestellte Konzept liest sich wie ein Krimi! Eine tolle Idee die Nachahmer finden sollte!