Das Duisburger Landgericht hat den Musiklehrer und Chorleiter Norbert Risky aus Voerde zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte wurde des sexuellen Missbrauchs für schuldig befunden. Der 53-jährige Inhaber einer Musikschule hatte an zwei Duisburger Grundschulen privaten Unterricht gegeben. Dabei war es zu sexuellen Übergriffen auf seine Schülerinnen gekommen.
Die Richter verhängten zusätzlich ein 5-jähriges Berufsverbot. Der bereits einschlägig vorbestrafte Angeklagte hatte die Taten bis zum Schluss bestritten.
(Quelle: WDR Studio Düsseldorf – Nachrichten vom 24.10.2007)

5 Jahre Berufsverbot reichen nicht aus! Allein die Aussagen, er habe die Kinder “nur” auf den Schoß genommen und ihnen Stützhilfen zum Musizieren gegeben, zeigen doch, dass dieser Mann sich keiner Schuld bewusst ist. Neben einer Therapieauflage, die m.E. unumgänglich ist, darf dieser Lehrer nie wieder beruflich mit Kindern in Kontakt treten. Dass es ihm gelungen ist, an einer Duisburger Gesamtschule als Aushilfskraft eingestellt zu werden ist wirklich ungeheuerlich, und ich hoffe, dass in Zukunft auch die Anstellung von Aushilfen ernsthafter genommen wird. Sie kosten das Land zwar nicht viel Geld, können aber einen hohen Preis von unseren Kindern verlangen. Wer möchte das eigentlich ernsthaft verantworten?
Kommentar by Ulrike Biermann — 25. Oktober 2007 @ 20:04
Dieses Urteil ist ein Witz ebenso wie die Handlungsweise behördlicher Stellen! Herr Norbert Risky, der Kinder schändende Chorleiter und Musiklehrer aus Voerde, ist jetzt 53 Jahre. Nach fünf Jahren darf er, dem Urteil folgend, wieder als Musiklehrer und Chorleiter tätig werden. Wie schon vorher geschehen, wird er seinen Lebenslauf entsprechend türken und wird dann auch wieder an Schulen unterrichten dürfen (wie in der Vergangenheit auch)! In welchem Staat leben wir hier eigentlich?
Natürlich hätte er eine Therapieauflage bekommen müssen (auf Staatskosten versteht sich), was aber ist mit den geschädeten Kindern? Wer hilft da? Wer finanziert solche Maßnahmen, sofern sie überhaupt zum Tragen kommen?
Wie kann man da Prävention betreiben, dass solchen Menschen nicht mehr die Spur einer Möglichkeit zu solchem Handeln eingeräumt wird?
Hier sind Verbände und Einrichtungen um so mehr gefragt, denn von staatlichen und behördlichen Stellen ist wenig Hilfe zu erwarten. Wie man hier wieder deutlich sieht, handelt es sich staatlicherseits nur um folgenlose Lippenbekenntnisse.
Auch finde ich es beschämend, dass sich hier sehr wenige Menschen zu diesem wirklich schlimmen Thema äußern. Entweder ist das Angst oder Gleichgültigkeit! Sollten aber eigene Kinder betroffen sein, dann aber ist das Theater groß – nur hilft dann auch niemand oder unbedeutend.
Liebe Leser, laßt uns doch für unsere Kinder kämpfen! Wir Erwachsenen können uns wehren, sie können es nicht!
Kommentar by Carina Lohmann — 27. Oktober 2007 @ 07:43
Um die Frage danach, wer den Opfern sexueller Straftaten hilft, zu beantworten: Es gibt Therapie-Angebote, die von den Sozialversicherungen finanziert werden. Bleibt zu hoffen, dass Vorort Menschen sind, die die Eltern von missbrauchten Kindern unterstützen, denn ohne sie werden kaum Hilfen für Kinder zum Tragen kommen. Diesbezüglich gebe ich Frau Lohmann Recht. Zudem kann Therapie niemals ein Allheilmittel sein, weder für Täter noch für Opfer. Da wir uns in dieser Diskussion jedoch auf der Internetseite von der Chorszene des Niederrheins befinden, sollten wir, finde ich überlegen, wie es in Zukunft vermieden werden kann, dass jemand wie Herr Risky als Chorleiter engagiert wird. Die Vorschläge von Hermannjosef Roosen in seinem Kommentar vom 22.Oktober kann ich nur unterstützen, denn so lässt sich feststellen, welche Motivation jemand hat, einen Kinderchor leiten zu wollen.
Kommentar by Ulrike Biermann — 27. Oktober 2007 @ 13:15
Als 1. Vorsitzender des “Internationalen Chorleiterverbandes ICV” kämpfen ich schon seit Jahren dafür, dass sich Chorleiter entsprechend zu legitimieren haben. Dazu gehört u.a. auch ein polizeiliches Führungszeugnis. Die Gefahr, das Chorvorsitzende, in welcher Form auch immer, durch solche Menschen getäuscht werden, ist sehr groß.
Kommentar by Hermannjosef Roosen — 27. Oktober 2007 @ 14:29
Ich bin entsetzt, jedoch nicht wirklich verwundert, was diese Geschichte angeht.
Durch Zufall schlug ich ein bekanntes Boulevardblatt auf und entdeckte das Bild und den dazugehörigen Text und mir fiel direkt auf, dass es sich um unseren ehemaligen Musiklehrer handelte, der an unserem Gymnasium gelehrt hatte.
Bereits damals in den 80ern hatte dieser Herr Schwierigkeiten, seine Finger bei sich zu halten. In unserem Musikunterricht kam es oft genug vor, dass er die Mächen öfter mal “unabsichtlich” berührte. Er war ein “Kumpeltyp”, bei denen wir früher natürlich nicht soweit gedacht hatten, dass es weitere “Auswüchse” in dieser Hinsicht geben wird. Daher hatte anscheinend auch niemand was gesagt früher…
Richtig, dass diesem Mensch das Handwerk gelegt worden ist (obwohl er ja noch etliche Möglichkeiten geboten bekam, ohne Führungszeugnis in die Nähe von Kindern zu kommen, um Unterricht zu geben). Es ist ein Unding, dass er bereits verurteilt wurde und trotz alledem immer noch so auf die Menschheit bzw. Kinder losgelassen werden konnte…
Aber nun wird er ja knapp 2 Jahre (was ich bei diesem Thema einen Witz finde) Zeit haben, über sein Leben und seine Taten nachzudenken. Und ich hoffe, dass es für ihn nie wieder eine Möglichkeit geben wird, sich wieder als Chorleiter vorzustellen…
Kommentar by Petra R — 29. Oktober 2007 @ 19:35
Also als unsere Lehrerin schwanger war hatten wir ihn ya als Musik Vertreter und nicht alle waren begeistert von ihm.
Es war sowieso langweilig aber das der irgendwann angefangen hat mit so welche sachen war nur scheisse.
Letzte Woche erst nach 2 3 Jahren haben wir erfahren das dieser Lehrer wegen Missbrauch bestraft war. Die Klasse war schockiert. Ich nartürlich auch aber man sollte ihn nie wieder rauslassen. Es kann irgendwann mal zu was ganz schlimmes führen. Es müssen 30-40 Jahre oder Lebenslänglich sein wo er im Gefängniss sitzt. So ist ganz Deutschland vor solchen Lehrern Sicherer. Ich hoffe es passiert nie wieder sowas.
Und hoffe er wird nie wieder unterichten!!!! Ich bin auch froh das ich ihm nicht mehr im Musik Untericht habe!!!!!
Kommentar by Einer aus der Gesamtschuel Globus Duisburg — 14. November 2007 @ 23:32
[...] Einen herben Schlag mußten drei Chöre aus der niederrheinischen Region hinnehmen: Der Chorleiter Norbert Risky aus Dinslaken muß sich vor dem Landgericht Duisburg wegen schwerer Vergehen verantworten (nachstehender Artikel). Rheinische Post Geldern, Rheinische Post Viersen, Westdeutsche-Zeitung, Weiter kann bei einer Chorleitersuche nur folgender Rat gegeben werden: Sofern Chöre einen Chorleiter suchen ist es ratsam, Mitglieder des Musikausschusses des ChorVerbandes NRW oder deren Beauftragten zu bitten, bei sogenannten "Probedirigaten" anwesend zu sein und den Chor über den gewonnenen musikalischen Eindruck des Bewerbers zu informieren. Ein wesentliches Kriterium, was ein Bewerber erfüllen sollte, ist der Nachweis an teilgenommenen Weiterbildungen und Leistungssingen bzw. Wettbewerben aus der jüngeren Vergangenheit. Man sollte sich weiter bei den Kreischorverbänden oder aber bei den zuständigen Regionalkoordinatoren oder Regionalchorleiter über den Loymund des entsprechenden Bewerbers zu informieren versuchen. Die Redaktion wünscht den betroffenen Chören, dass sie schnell über diesen Schock hinwegkommen mögen. Sofern sie weitere Hilfe benötigen, stehen wir gerne zur Verfügung. sie auch: http://www.region-niederrhein.com [...]
Pingback by Sängerkreis Moers » Blog Archive » Hat Chorleiter Kinder missbraucht???? — 15. November 2007 @ 10:28
alo ich wusste es schon von anfang an das er so einer ist ich habe es selbst mit meinen augen gesehen ich habe mich auch selber beschwehrt doch keiner wollte mir glauben er gab uns jung schlechte noten und den mädchen besser noten aber nun ist ja alles zu ende und ich finde auch das soo eine kleine strafe nicht reicht und er wird bestimmt nicht daraus lernen……
Kommentar by Ex Gesamt Globus Schüler! — 15. November 2007 @ 19:23
Der Ex Globus Schüler bringt es auf den Punkt!!
„Er wusste es, hat es mit den eigenen Augen gesehen, hat sich auch beschwert, doch keiner schenkte ihm Glauben.“
Bitte lesen Sie den Kommentar des Ex Globus Schülers aufmerksam !
Dies ist ein Hilferuf und ein Schrei nach Gerechtigkeit.
Hier ist offensichtlich ein weiteres Opfer zu beklagen. Warum hat ihm keiner geglaubt?
Hat er sich vielleicht der Schulleitung oder einem Lehrer anvertraut? Warum ist nichts passiert? Müsste gegen diesen Personenkreis nicht der Staatsanwalt wegen unterlassener Hilfeleistung ermitteln ??
Deutschland ist ein Land von Wegguckern und Feiglingen !!
Kommentar by Alfons Düsterhus, Kreischorleiter und Vater von drei Kindern — 24. November 2007 @ 01:47
Ich sperre mich dagegen, etwas zu verallgemeinern, aber die Fragestellungen des Kollegen Düsterhus sind mehr als berechtigt.
Ein großer Teil der heutigen Pädagogen sind nur noch diskutierende und philosophierende Feiglinge, die sich akuten Problemen nicht mehr stellen und stellen wollen. Dies ist aber nicht nur im pädagogischen Bereich zu finden, sondern es ist ein gesellschaftlicher Trend.
Betrachtet man sich die Urteilsfindung in diesem Verfahren, kann man nur den Kopf schütteln. Da gibt es “Rechtsverdreher”, die mit pädagogischen Handreichungen aus dem Jahr 1926 versuchen diesen Herrn Risky noch zu entlasten anstatt zu sagen, ich lehne eine Mandantschaft ab. Aber das Geld reizt eben doch mehr.
Man kann sich hier nur fragen: Germania quo vadis? Das wäre alles noch zu ertragen, wenn unser höchstes Gut das wir haben, nämlich unsere Kinder, nicht darunter leiden und für ihr weiteres Leben zerstört würden!
Kommentar by Hermannjosef ROOSEN — 24. November 2007 @ 10:55
Dieser Mensch, wenn man ihn so nennen kann, wohnt bei mir im Wohngebiet. Dort gibt es sehr viele (kleine) Kinder. Ich finde es eine Schande das solche Menschen wieder zuück in die Öffentlichkeit gelassen werden aber Schuld daran ist unser “supertolles” Justizsystem in der BRD. Einfach nur Abschaum…Ich kann garnicht sagen wie ich solche Menschen hasse!!! Unvorstellbar!
Kommentar by GeTe — 4. November 2008 @ 20:33
Auch ich hatte in den späten siebziger Jahren Musikunterricht bei Herrn R. im Gymnasium Voerde.
Ich habe seinen Unterricht als pädagogisches, didaktisches und menschliches Versagen in Erinnerung – und mir ist in genauer Erinnerung, wie er damals keinen Hehl daraus machte, dass er den Mitgliedern seines Chors die Schulnoten heraufsetzte.
Von Übergriffen im Chor (dem ich nicht angehörte) oder im Unterricht war mir nichts bekannt; es wäre jetzt auch sehr leicht, es rückwirkend schon immer geahnt zu haben.
Einer wirklichen disziplinarischen Führung war Herr R. offensichtlich in über zweieinhalb Jahrzehnten im Nordrhein-westfälischen Schuldienst nicht ausgesetzt.
Kommt ja wohl auch nicht so drauf an…
Kommentar by Martin Günther — 23. Februar 2009 @ 19:24
So einer sollte ein Leben lang hinter Gittern!
Kommentar by Roman Düsterhus — 18. Juni 2009 @ 12:38
Während momentan die Medien fast auschliesslich auf der katholischen Kirche rumhacken, ist Norbert Risky eigentlich ein passendes Beispiel, dass sich die Diskussion um sexuelle Übergriffe an Minderjährigen nicht nur auf die Kirche beschränken darf.
Ich habe mein Abitur 1989 auf dem städtischen Gymnasium in Dorsten gemacht. Risky war damals Musiklehrer an unserer Penne. Über seine sexuellen Neigungen wurde zwar innerhalb der Schülerschaft gesprochen, aber sie wurden von der Schulleitung totgeschwiegen. An die Öffentlichkeit gelangten sie dann doch, als sich der Schulchor aufgrund der Vorkomnisse auf unserer Abiturfeier weigerte, von Risky dirigieren zu lassen. Anschliessend sind ein paar Lehrer vom Schuldirektor beauftragt worden, diesen Mann in den Pausen zu beobachten. Irgendwann ist Risky dann von der Schulbehörde an eine andere Schule versetzt worden und wie sich später herausstellte zum wiederholten Male. Vorher war er bereits wegen ähnlicher Vorwürfe von einem Gymnasium in Voerde an unseres “weggelobt” worden.
Die Anzeigen der Eltern der betroffenen Schüler unseres Gymnasiums sind erst einige Jahre später ernst genommen worden, als Norbert Risky auf einer Jugendfreizeit, die in den Ferien stattfand und mit Schule nichts zu tun hatte, auf frischer Tat mit Kindern im Bett erwischt wurde…
Was mich heute, 20 Jahre später, so schockiert, ist das damalige Verhalten der Schulbehörden der Regierungspräsidenten Münster (für Dorsten) und Düsseldorf (für Voerde), die nichts besseres zu tun hatten, als diesen Mann jedesmal an eine andere Schule zu versetzen, statt die Staatsanwaltschaft einzuschalten. In meinen Augen haben sie sich mit strafbar gemacht, denn hätten sie sich anders verhalten, wäre vielen Kindern und ihren Eltern wahrscheinlich einiges ersparrt geblieben.
Ich hoffe, das sich die derzeitige Diskussion um den sexuellen Missbrauch von Kindern nicht nur auf die katholische Kirche konzentriert, sondern auch auf außerkirchliche Einrichtungen ausdehnt, damit auch all die anderen Opfer, wie beispielsweise die des Norbert Risky, nicht in Vergessenheit geraten. Darüberhinaus wäre es wünschenswert auch einmal die staatlichen Behörden und Ämter ins Visir zu nehmen, die solche Vorfälle erst möglich machten, weil sie mehr wussten, als die meisten von uns erahnen…
Kommentar by Johannes F. — 29. März 2010 @ 19:22